Telefonische Fachberatung

Corona-Ausnahme

Befristete Erlaubnis von Hauslieferungen rezeptfreier Arzneimittel durch lokale Apotheken und Drogerien

Apotheken und Drogerien haben während der Corona-Krise die Erlaubnis, rezeptfreie Arzneimittel nach telefonischer Fachberatung auch Menschen nach Hause zu liefern, die nicht zu ihrer Stammkundschaft gehören. Auf der eigens eingerichteten Website www.rezeptfreie-medikamente.ch werden alle Drogerien und Apotheken aufgeführt, die die Dienstleistung des «erweiterten Hauslieferdiensts» anbieten.

Für rund 2,3 Millionen Menschen ist eine Ansteckung mit dem Coronavirus aufgrund von Vorerkrankungen oder wegen ihres Alters mit höheren Risiken verbunden. Der Schweizerische Drogistenverband SDV und der Apothekerverband pharmaSuisse haben gemeinsam ein Konzept für eine umfassende telefonische Fachberatung, Dokumentation und Heimlieferung ausgearbeitet. Bisher durften nur Stammkunden diese Hauslieferung in Anspruch nehmen. Der erweiterte Hauslieferdienst ist ein geregelter Prozessablauf, der von den Kantonsapothekern als mit dem Gesetz und den Regeln zum Versandhandel vereinbar angesehen wird. Dank der persönlichen Abgabe mit Abstand ist sichergestellt, dass kein Medikamentenmissbrauch stattfindet.

Bedürfnis trotz Lockerung der Massnahmen

Der Bundesrat hat die Massnahmen bezüglich COVID-19 zwar gelockert, die Restriktionen für Menschen mit Vorerkrankungen, mit Symptomen oder in Quarantäne dürften aber noch längere Zeit Bestand haben. Dazu Jürg Stahl, Präsident des Drogistenverbands: «Mit diesem Konzept kann die Person in Quarantäne durch den Kontakt vor der Haustüre eindeutig identifiziert werden. So ist die Hauslieferung durch Apotheken und Drogerien schnell und dennoch sicher.»